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In-situ Sanierung von PAK- & BTEX-Kohlenwasserstoffen

In-situ Sanierung von PAK- & BTEX-
Kohlenwasserstoffen

per mikrobiologischer DNBA*-Behandlung

Umweltschutz am Rhein: Erfolgreiche Altlastensanierung einer industriellen Hinterlassenschaft

Es ist allgemein bekannt, dass entlang des Rheins Altlasten, die auf vergangene industrielle Tätigkeiten zurückzuführen sind, leider keine Seltenheit sind. Aufgrund der historischen industriellen Entwicklung und der einst weitverbreiteten Verwendung verschiedener Chemikalien und Öle besteht in der Gegend ein erhöhtes Risiko für Bodenverunreinigungen.

Die Sanierung von Altlasten ist eine komplexe Aufgabe, die nicht nur technisches Know-how erfordert, sondern auch ein tiefes Verständnis für die Auswirkungen auf die Umwelt und die lokale Gemeinschaft. Es ist uns ein Anliegen, nicht nur das Ergebnis unserer Arbeit zu präsentieren, sondern auch das Bewusstsein für die Bedeutung der Altlastensanierung zu stärken.

Wie kam es zu dieser Kontamination und warum wurde es notwendig, dass die Schadstoffe entfernt werden mussten?

Auf einer Altlast am Rhein einer carbochemischen Industrieanlage mit Anwendung von Teerölen und Lösemitteln, verblieben Boden-, Bodenluft- und Grundwasser-Kontaminationen durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sowie BTEX & HET (NSO-Heterozyklen).

Im Rahmen der Standortentwicklung sollte vorab die Altlast saniert werden.

…es hat sich gelohnt

Die ursprünglich anvisierte Sanierung durch Bodenaushub und Grundwasser-Pump-Maßnahmen (P&T) sollte durch HPC INTERNATIONAL in einer vergleichenden Machbarkeitsstudie auf Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz geprüft werden. Es ergab sich, dass die hydraulische Grundwasssersanierung und Bodenaushub (Dig & Dump) etwa 12,5 – 13 Millionen € gekostet hätten.

Die HPC-Machbarkeitsstudie zeigte, dass die mikrobiologische in-situ Sanierung viel nachhaltiger & kostengünstiger ist. Die Sanierung kostete lediglich € 2,2 Millionen und war damit über € 10 Millionen günstiger als die herkömmliche Methode. Bei einem In-situ Sanierungsverfahren wird die Kontamination direkt vor Ort unschädlich gemacht.

Ablauf der Sanierungsmaßnahme

Nach der genauen Ermittlung des Sanierungskonzepts und des (mit den Behörden abgestimmten) Sanierungsplans erfolgte die Sanierungsdurchführung durch SENSATEC unter Anleitung und Begleitung von HPC INTERNATIONAL.

Dabei kommen standortspezifische Bakterienkonsortien zum Einsatz, welche per PCR (genetisch) selektiert und als mikrobiologisches Konsortium infiltriert werden.

Zusätzlich erfolgt dazu eine in-situ Oxygenierung durch Bio-Air-Sparging (BAS) mit Injektionen durch eine Verteilerstation

Vorteile der in-situ Sanierung

  • Kostenersparnis von mindestens 10,3 Mio. €

  • Besseres ESG-Ranking durch Wegfall von CO2-Emissionen und dem unnötigen P&T (Grundwasserpumpen und Behandlung)

  • Mögliche Standortentwicklung während der laufenden biologischen in-situ Behandlung

  • Rechtssicherheit: öffentlich-rechtlicher Vertrag

Weitere Details

  • Standort « CA » (vertraulich), Carbochemie
  • Behandelter Bodenaquifer & GW: etwa: 137.000 m³ (!)
  • Sanierungszeit : etwa 4,5 – 5,5 Jahre (andauernd, Ende: 2023)
  • Schadstoffe: polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sowie BTEX (monozyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) und NSO-Heterozyklen (HET)